Losung des Tages

Samstag, 28.03.2020

Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.

Psalm 147,11

/Jesus spricht:/ Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Markus 3,35

Gemeinde

 

Liebe Gemeinde,

 

der heutige Predigttext ist nur ein sehr kurzer: Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 

Hebräer 13,12-14

 

Es ist ein schwer verständlicher Text, der uns da zum Ende der Passionszeit vorgelegt wird. Auch er richtet, wie schon der Predigttext vom vergangenen Sonntag, den Blick auf Ostern. Der letzte Sonntag war ein Sonntag des Feierns und der Freude. Er nahm die nachösterliche Zeit in den Blick, wenn das Heil gekommen ist. Das ist dieser Sonntag nicht. Dieses Mal wird Gott als der Richter beschrieben, als der rächende und strafende Gott. Es ist der Gott, der uns an vielen Stellen im Alten Testament begegnet. So zum Beispiel bei Noah und der Sintflut. Gott vernichtet in der Noah-Geschichte die Menschen, die ihm nicht gehorchen und seinen Geboten und Bestimmungen gegenüber blind sind. Das ist die eine Seite des Sonntags Judika.

 

Gleichzeitig – und das ist die andere Seite des Sonntags Judika – zeigt der Predigttext uns die Liebe Gottes zu uns. Denn Gott sitzt uns nicht fern und unnahbar auf seinem Richterthron. Nein, in Jesus Christus steigt er von seinem Thron hinab zu uns. Und noch viel mehr. „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele“, so lautet der Wochenspruch. Und genau das geschieht an Ostern: Jesus hat durch sein eigenes Blut gelitten draußen vor dem Tor Jerusalems. Einsam und verlassen von seinen Jüngern hängt er am Kreuz. Durch sein eigenes Blut wäscht uns Jesus von unseren Fehlern rein. Damit wir nicht mehr denken: „weil ich dieses oder jenes falsch gemacht habe, mag mich Gott nicht.“ Wir müssen die göttliche Strafe nicht mehr fürchten. Er schenkt uns die Freiheit. Er heiligt uns, wie das die Bibel nennt.

 

Aber was sollen wir Menschen nun mit dieser geschenkten Freiheit anfangen? Die Antwort ist: zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Das heißt: anderen dienen, sogar dann, wenn das für uns selbst Einschränkungen und eventuell Schmerzen bedeutet.Der schon angesprochene Noah rettet durch seinen Gehorsam und den Bau seiner Arche nicht nur sich selbst. Sein Schiff dient auch seiner Familie und den unschuldigen Tieren als Schutz vor dem Wüten Gottes. Aber wir müssen kein Held wie Noah sein, ein gewaltiges Schiff bauen und die ganze Welt retten. In diesen Zeiten genügt es schon, wenn wir uns regelmäßig die Hände waschen und auf unsere Mitmenschen achten. Selbst wenn unseren Dienst und Einsatz außer uns niemand mitbekommt, wir wissen, was wir getan haben und warum. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Es ist also nicht immer irdischer und gegenwärtiger Lohn oder auch nur Dank, den wir für unseren Dienst und Einsatz erhalten. Aber – bei Gott – er zählt!

 

Auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Ihr

 

Vikar Joachim Ernst

 

1833 kamen die ersten evangelischen Siedler nach Friedrichshofen. Sie halfen zunächst beim Bau der Matthäuskirche in Ingolstadt, dorthin gingen sie auch in die Kirche. Viel später erst wurden evangelische Gottesdienste im Schulhaus, dann in einer Barackenkirche gefeiert.

1963 wurde die Thomaskirche mit Kindergarten, Vikars- und Messnerwohnung eingeweiht. Ihren Namen erhielt sie 1978, davor war sie einfach die evangelische Kirche in Friedrichshofen. Nach der Eingemeindung Friedrichshofens nach Ingolstadt 1969 setzte eine rege Bautätigkeit ein. Die Bevölkerung wuchs rasch an und so wurde 1971 eine eigene Pfarrei gegründet. 1981 erhielt die Kirche eine neue Orgel. In den Jahren 1995 und 1996 wurde an der Kirche ein Gemeindezentrum gebaut, das Dach der Kirche erneuert und die Mauern frisch getüncht; damit verfügt die Kirchegemeinde nun endlich über genügend Räume, in denen sich das Gemeindeleben entfalten kann. Zur Kirchengemeinde gehören zur Zeit rund 2.700 Evangelische, das sind fast sieben mal mehr als 1963.

Thomaskirche Friedrichshofen

Zum Gemeindegebiet gehören die Stadtteile Friedrichshofen, Hollerstauden, Gerolfing, Irgertsheim, Mühlhausen, Pettenhofen und Dünzlau.

Kirche, Gemeindezentrum, Pfarramt und Kindertagesstätte finden Sie im Stadtteil Friedrichshofen im Buchenweg 4.

Unsere Gemeinde ist Teil des Dekanats Ingolstadt www.ingolstadt-evangelisch.de

Unsere katholischen Schwestergemeinden sind
St. Christoph in Friedrichshofen und St. Rupert in Gerolfing.

Kirchenvorstand

Die Gemeinde wird von 10 Kirchenvorsteher gemeinsam mit Pfarrerin Sonja Scherle-Schobel und Pfarrer Stefan Köglmeier geleitet. Zum Kirchenvorstand gehören:

Ekkehard Pohl (Vertrauensmann)
Ekkehard Pohl (Vertrauensmann)
Jutta Spindler (stellv. Vertrauensfrau)
Jutta Spindler (stellv. Vertrauensfrau)
Helmut Nutz (Kirchenpfleger)
Helmut Nutz (Kirchenpfleger)
Alexander Heckel
Alexander Heckel
Frank Schlotterbeck
Frank Schlotterbeck
Isabella Lindner
Isabella Lindner
Hedwig Faulde-Weitnauer
Hedwig Faulde-Weitnauer
Dr. Marianne Maubach
Dr. Marianne Maubach
Sigrid Paefgen
Sigrid Paefgen
Rahel Walzer
Rahel Walzer