Losung des Tages

Samstag, 06.06.2020

Wie groß sind Gottes Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für und für.

Daniel 3,33

Weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen.

Hebräer 12,28

Aktuelles

Gott loben

 

Der Eingangspsalm für den Sonntag Trinitatis ist Psalm 113:

 

 

 

Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn,

 

lobet den Namen des Herrn!

 

Gelobt sei der Name des Herrn

 

von nun an bis in Ewigkeit!

 

Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang

 

sei gelobet der Name des Herrn!

 

Der Herr ist hoch über alle Völker;

 

seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist.

 

Wer ist wie der Herr, unser Gott,

 

der oben thront in der Höhe,

 

der niederschaut in die Tiefe,

 

auf Himmel und Erde;

 

der den Geringen aufrichtet aus dem Staube

 

und erhöht den Armen aus dem Schmutz,

 

dass er ihn setze neben die Fürsten,

 

neben die Fürsten seines Volkes;

 

der die Unfruchtbare im Hause wohnen lässt,

 

dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!

 

 

 

 

 

Liebe Gemeinde,

 

 

 

Psalm 113 scheint nichts Besonderes zu sein, nur ein weiterer Psalm, der Gott lobt und ihm dankt. Wenn man aber diesen Psalm genauer betrachtet, fallen seltsam wirkende Stellen auf, die sich durch den gesamten Psalm ziehen:

 

 

 

„Gelobt sei der Name des Herrn“

 

Warum den Namen loben und nicht den Herrn selbst? Nun, das liegt an der alttestamentlichen (und bei den Juden immer noch gebräuchlichen) Vorschrift, den Namen des Herrn – JHWH – niemals selbst zu verwenden, damit man ihn nicht missbrauchen kann. Und das wiederum erinnert an die Gabe der zehn Gebote am Berg Sinai. Vorher war das Volk hungernd und dürstend durch die Wüste geirrt, nun hatten sie ein klares Ziel und neue Hoffnung.

 

 

 

„dass er ihn setze neben die Fürsten“

 

Gott hat den größten König der Juden, David, aus dem Volk erhoben und ihn nicht nur neben, sondern über die Fürsten seines Volkes gesetzt. David war ursprünglich ein einfacher Schafshirte gewesen und nur der jüngste Sohn seines Vaters. Als jüngster Sohn hätte er eigentlich nichts geerbt und wäre sein Leben lang ein unbedeutender Habenichts gewesen.

 

 

 

„die Unfruchtbare“

 

Von Sarah, der Frau Abrahams, erzählt die Bibel, dass sie aufgrund ihres hohen Alters schon unfruchtbar gewesen ist. Weil Sarah aber weiß, dass Abraham so viele Nachkommen wie Sterne am Himmel von Gott versprochen worden sind, bietet sie Abraham an, dass sie ihre Ehe auflösen können. Aber Abraham weist dieses Ansinnen zurück und lässt sie weiter in seinem Haus wohnen. Das tut er, denn Gott hat das so gewollt. Der Herr hatte noch große Pläne mit den beiden und für ihn war es natürlich auch ein Leichtes Sarah noch Kinder zu schenken.

 

 

 

Diese drei Stellen erzählen in Kürze die gesamte Geschichte Gottes mit seinem auserwählten Volk, von der Wüstenwanderung bis zu David. In allen drei Geschichten zeigt Gott den Menschen seine Macht und Kraft durch seine Taten und gibt ihnen somit neue Hoffnung. Dadurch ist dieser Psalm nicht nur ein Psalm des Dankes und des Lobes, sondern auch der Hoffnung.

 

Aber was hat das nun mit uns zu tun? Auch wir erleben immer wieder Situationen in unserem Leben, die diesen drei Geschichten ähneln. Mal irren wir ziellos und verzweifelt umher. Wir wissen nicht, was passieren wird und wie es mit uns weiter gehen soll. Vielleicht stehen wir auch vor dem scheinbaren Nichts, weil wir alles verloren haben, durch das wir Sicherheit hatten. Oder aber wir eine Aufgabe, die vor uns liegt, scheint schier unlösbar, mit unüberwindbar erscheinenden Schwierigkeiten. Auch dann können wir darauf vertrauen: Die Geschichte Gottes mit den Menschen ist noch nicht zu Ende! Wenn ich Psalmen höre, dann fühle ich mich eine lange Geschichte an Begegnungen mit Gott eingereiht. Ich fühle mich aufgehoben und getröstet, getragen und gehalten. Auch in Situationen, in denen mir alles über den Kopf wächst, kann ich in Liedern, Gedichten und Gebeten, die weit vor meiner Zeit geschrieben wurden, sehen: Es gibt Menschen, denen ging es genau wie mir. Und die haben gemerkt: Gott ist da! Was für eine Zusage, was für ein Vertrauen.

 

 

 

Viel Spaß beim Entdecken dieser tröstenden Zusage. Gestern, heute und morgen.

 

 

 

 

 

Ihr Vikar Joachim Ernst

 

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